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SMS, WhatsApp, Facebook Messenger – Segen oder Fluch?

29. Februar 2016


Wir alle freuen uns über diese neuen Medien – schnell können Nachrichten mit den Worten „ich denke an Dich“, „ich liebe Dich“, „ich komme heute später“ oder „Du schaffst die Prüfung“ an die Partnerin oder den Partner geschickt werden. Es scheint das Leben so einfach zu machen, denn ob im Büro oder auf der Baustelle kann dem Partner schnell und lautlos vermittelt werden, dass man an ihn denkt. Lange Telefonate sind überfällig geworden, die neuen Kommunikationsmedien beschleunigen, verbessern, ja vereinfachen den Alltag.

Aber ist das wirklich der Fall? Bieten diese Kommunikationswege nicht auch Raum für viele Missverständnisse und Fehlinterpretationen?

Vielleicht kennen Sie das auch: eine kurze WhatsApp an die geliebte Person, jedoch folgt dieser nicht direkt eine Antwort. Und das, obwohl Sie doch sehen, dass Ihre Partnerin oder Ihr Partner online ist. Immer wieder schaut man dann auf sein Smartphone und sieht, dass der Partner immer noch nicht geantwortet hat – und hier beginnt das „Kopfkino“.
In vielen Fällen kommen bei dem Sender dann Zweifel und Fragen auf wie: „Bin ich nicht wichtig? Oder nicht wichtig genug? Mit wem hat mein Partner während meiner Nachricht oder danach noch geschrieben?
Das Muster wiederholt sich auch bei Facebook Messenger. Das Grübeln und Interpretieren beginnt und in den seltensten Fällen gehen diese Interpretationen in eine gute Richtung. Nicht beantwortete Nachrichten bei WhatsApp wie Facebook werden somit meist negativ aufgenommen und der Spielraum dieser Negativgedanken kennt keine Grenzen. Eben solche Fälle erlebe ich auch immer wieder in meiner Praxis.

Diese Vorfälle können auch leicht zu Missverständnissen führen, wie sich noch heute Vormittag bei einem Klienten zeigte: Mein Klient hatte sich von seiner Partnerin getrennt, da er vermutete, dass sie ihn betrogen hat. Jedoch wünscht er sich noch immer ein klärendes Gespräch mit ihr, welches bisher noch nicht stattfand, sondern bei einer zufälligen Begegnung in Schuldzuweisungen ausartete, während derer er sich von seiner Ex-Partnerin emotional verletzt und angegriffen fühlte. Seine offenen Fragen blieben unbeantwortet.
Einige einander geschriebene SMS klangen auch nicht viel freundlicher. Wahrscheinlich fühlt sich auch seine Partnerin verletzt, da er inzwischen das Wohnungsschloss austauschen ließ. Heute Morgen nun schrieb sie ihm: „Lass uns bitte noch mal sprechen“. Seine Antwort war ablehnend, für ihn gäbe es nichts mehr zu klären und er wolle nur noch nach vorne schauen, anstatt weiter verletzt zu werden.
Als ich ihn fragte, ob er sich dies wirklich wünschen würde, obwohl er gleichzeitig von dem Verlangen nach einem klärenden Gespräch spreche, sagte er, dass es seiner Ex-Partnerin nur noch um die Möbel ginge und er nicht mehr verletzt werden möchte. Ich hakte nach, ob sie das so geschrieben hatte, was er verneinte; jedoch fügte er hinzu, dass dem sicherlich so wäre.
Anstatt also zu fragen: „Worüber möchtest Du noch mit mir sprechen?“, wurde hier vermutet, interpretiert und vielleicht falsch gedeutet.

Der Raum für Missverständnisse und Fehlinterpretationen beim Schreiben von SMS, WhatsApp und Facebook Messenger ist sehr groß und kann gefährlich sein!! Es ist oft besser, zum Telefon zu greifen und zu sprechen. Dann kann immer noch gesagt werden, dass man es so nicht möchte.

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